Mein Raspberry Pi – Eine Anleitung für die allerersten Schritte mit dem Pi unter Linux

use_raspberry_piVor einiger Zeit habe ich mir ein Raspberry Pi gekauft. Wie ich dies verwende, weiß ich noch nicht. Allerdings ist es in meinen Augen für einen Informatiker ein nettes Gadget, um verschiedene Dinge zu testen und eventuell einen kleinen Heimserver darauf laufen zu lassen. In diesem Artikel werde ich die Erst-Installation mit dem Raspberry Pi erklären und hilfreiche Tipps dazu geben. Wenn Sie also Anfänger sind, sind sie mit diesem Artikel gut aufgehoben!

Beim Kaufe habe ich auf i4Elements als Hersteller zurückgegriffen. Dazu kaufte ich mir folgendes Zubehör:

Ein LAN-Kabel* sowie ein Micro-USB-Kabel* hatte ich noch hier und musste daher nicht gekauft werden. Für einen besseren Schutz habe ich mir auch noch ein Case* dazugekauft.

Installation

Bei der Installation hielt ich mich an die Anleitung der offiziellen Raspberry Pi-Webseite und habe es unter Windows gemacht. Dort werden mehrere Betriebssysteme vorgestellt, wobei ich mich für das Debian-basierte Raspbian „wheezy“ entschieden habe. Dies ist auch gleichzeitig das Anfängerfreundlichste Betriebssystem. Da du diesen Artikel gerade liest, also vermutlich auch das Richtige für Dich!

Schritt 1: Raspbian „wheezy“ downloaden!

Um die SD-Karte richtig zu formatieren, habe ich den SD Formatter 4.0 verwendet.

Schritt 2: SD-Formatierungs-Tool downloaden!

Nun muss die SD-Karte mit dem Tool formatiert werden. Achtung: Hier gehen alle Daten, die auf der SD-Karte vorhanden sind, verloren! Nachdem dies geschehen ist, können wir das Betriebssystem auf der SD-Karte installieren.

Schritt 3: Starten des Raspberry Pi durch Anschluss an Strom

Wir verbinden nun das Raspberry Pi per Micro-USB und USB mit unserem PC, sodass es startet und langsam hochfährt. Wenn wir in unseren Router schauen, können wir daraus die IP ablesen und uns mittels SSH auf unser PI einloggen, hierzu verwende ich kitty.

Schritt 4: Konfiguration des Pi einstellen

Zum konfigurieren folgende Zeile eingeben:

sudo raspi-config

Dort könnt ihr anschließend Dinge wie die Sprache, das Tastaturlayout  sowie die Zeitzone einstellen.

Schritt 5: Updates einspielen

Nach dem beenden des Tools und einem Neustart, bringen wir das Betriebssystem auf den neuesten Stand, indem wir die Paketquellen aktualisieren:

pi@raspberrypi:$ sudo apt-get update

[....]

Paketlisten werden gelesen... Fertig

Und die Pakete updaten:

pi@raspberrypi:$ sudo apt-get upgrade

[....]

Möchten Sie fortfahren [J/n]? J

[....]

 

Nun sind wir mit der Grundinstallation des Raspberry Pi fertig und können uns mit schöneren Dingen beschäftigen.

Nun kommen wir zur Netzwerkkonfiguration:

Ich möchte in meinem WLan mein Raspberry PI automatisch ins WLan einloggen ihm eine statische IP-Adresse zuweisen, sodass ich per SSH immer auf die gleiche IP zugreifen kann.

Hierzu öffnen wir die Datei interfaces mit folgendem Befehl:

sudo nano /etc/network/interfaces

Root-Rechte benötigen wir, da die Datei schreibgeschützt ist. Nano ist das Programm mit welchem wir entsprechende Datei öffnen. Möglicherweise steht da bereits ziemlich viel drin. Bei mir sieht die Datei daher folgendermaßen aus:

auto lo
iface lo inet loopback

auto wlan0
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet static
address 192.168.1.51
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.1.1
wpa-ap-scan 2
wpa-scan-ssid 1
wpa-ssid "Netzwerkname"
wpa-psk "Passwort"

auto eth0
allow-hotplug eth0
iface eth0 inet static
address 192.168.1.50
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.1.1

pre-up wpa:_supplicant -Dwext -i wlan0 -c /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf -B

Die Zeilen 1 und 2 werden dabei zwingend benötigt. :-)

Unter address könnt ihr eine statische IP eingeben, die euer Gerät immer erhalten soll. Die netmask muss natürlich passend dazu gewählt werden, im Normalfall sollte es die 255.255.255.0 sein. Unter gateway muss die IP eures Routers eingegeben werden. wpa-scan-ssid 1 bedeutet, dass der Netzwerkname nicht verborgen ist. Alternativ den Wert 2 probieren. Für wpa-ap-scan 1 gilt das Gleiche: Falls 1 nicht funktioniert: 2 versuchen!

Die Werte für wpa-ssid und wpa-psk sind der Netzwerkname und das Passwort. Diese müssen MIT Anführungszeichen hineingeschrieben werden

Außerdem müsst ihr noch folgende Datei bearbeiten: wpa_supplicant.conf. Dies geschieht mit folgendem Befehl:

sudo nano /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

Dann erhaltet ihr eine Datei, die bei mir folgendermaßen aussieht. Am besten ihr passt sie auch einfach an:

ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant
ctrl_interface_group=0
ap_scan=2
network={
ssid="Netzwerkname"
scan_ssid=!
proto=RSN
key_mgmt=WPA-PSK
pairwise=CCMP
group=CCMP
psk="passwort"

Nun sollte das Netzwerk nach einem Neustart (sudo shutdown -r now) auch bei euch funktionieren!
Eine gute Anleitung gibt es auch bei eLinux und sweetpi.

Hat die Installation bei euch geklappt? Ich würde mich über Feedback zu diesem Tutorial freuen!

 

* := Achtung, dies ist ein Werbelink.

2 Gedanken zu „Mein Raspberry Pi – Eine Anleitung für die allerersten Schritte mit dem Pi unter Linux

  1. Jens

    Hallo Alexander

    Warum werden bei mir nicht die Ip Adressen angelegt sprich die IP nur für LAn geht jedoch die _Ip festlegen für Wlan0 wird einfach nicht übernommen ??

    Antworten
    1. muehsi Beitragsautor

      Hallo Jens,

      welche IP magst du denn zuweisen? Poste idealerweise einmal deine ganze interfaces-Datei.

      Viele Grüße, Alex

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.